Eine Reise in die Vergangenheit, Teil 1, Elsass - Lembach - Simserhof

ANREISE
Die Anreise von München ist relativ einfach. Wir haben die Route über Stuttgart gewählt, einziger Nachteil ist der Berg zwischen Ulm und Stuttgart.

Wenn das Wetter schlecht ist, insbesondere im Winter, wenn es schneit, ist der Streckenabschnitt kein Spaziergang. Besonders der von Mo. - Sa. dort vorkommende Schwerverkehr ist manchmal reine Nervensache.
DIE ROUTE
Wie schon auf den Reisen mit dem AL-28 ist es am Einfachsten, die kleineren Ausflüge mit dem Rad zu machen, man sieht mehr und ist beim Thema Parkplatz flexibler.
DIE ROUTE
Die Route ging über den Rhein, danach eine Landstrasse Richtung Bitche über Hatten. In Hatten ist ein äußerst bemerkenswertes Museum, in dem unter Anderem viele historische Fahrzeuge ausgestellt sind. Für Fans von historischen Fahrzeugen und Bauwerken ist es in jedem Fall einen kleinen Umweg wert, wenn man mal in der Gegend ist.

Danach auf der D35 Richtung Sarregumines. So in etwa 5-6 km vor Bitche geht es mit einer kleinen Abfahrt im Wald weg (ist beschildert).

Der alte DB LA911, Jahrgang 67 hatte auf unserer Route nie Probleme und hielt sich auch entsprechend gut auf der Tour. Auch der eine oder andere Ausritt ins Gelände war kein Problem.
 


Stummer Wächter - der fast unversehrte Block 5
Narben der Vergangenheit - der nur äußerlich versehrte Block 6
Bewaffnung Simserhof
Block 1: ein 135 mm-Geschütz, ein Drehturm, ein MG und zwei 47 mm-Kanonen

Block 2: ein Drehturm mit 81mm-Geschütz, ein MG, Periskop, zwei 47mm-Geschütze

Block 3: ein Drehturm mit 81mm-Geschütz, zwei MG, zwei 37mm-Geschütze

Block 4: ein Drehturm, drei MG, ein 35mm-Geschütz

Block 5: drei 75mm-Geschütze, zwei MG, Periskop

Block 6: drei 75mm-Geschütze, zwei MG, Periskop

Block 7: Drehturm mit 135mm-Geschütz und zwei MG

Block 8: ein Drehturm mit 75mm-Geschütz und zwei MG


Ein bischen was zur neueren Geschichte....
Simserhof war bis 1992 noch militärischen Sperrgebiet, bis in die späten fünfziger Jahre war das Bauwerk mit einer Mannschaft durchgehend besetzt, später fanden auf dem Gelände, dass sich über mehrere Kilometer ausdehnt noch Übungen statt.

Technisch befindet sich die Anlage heute in einem guten Zustand, ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert, allerdings sollte man sich vorher nach den aktuellen Öffnungszeiten erkundigen, außerdem sind feste Schuhe und eine warme Bekleidung ein Muss, im Inneren herrschen das ganze Jahr über ca. 10°C und je nach Wetter ein etwas Wind....
Besonderheit:
Die Kampfblöcke 5 und 6 waren die am stärksten bewaffneten der Maginot-Linie.

Ein Blick in die Unterwelt....

Stählerne Pilz - die im Boden versenk-baren Drehtürme

IMPRESSIONEN

Eine der STG Casematten in der Nähe der Landstrasse

Die Luftfilteranlage von Simserhof

Die Kommandozentrale von Simserhof

IMPRESSIONEN
Stählerner Pilz - die Geschütze von unten, 10m unter der Oberfläche

Stählerner Pilz - die Geschütze von unten, 10m unter der Oberfläche

Hagelsturm - die deutschen 8,8cm kamen auf 3500m genau ins Ziel, die 30cm dicke Panzerkuppel konnten sie jedoch nicht durchschlagen.

Die GFM Panzerkuppeln von innen, mit einem Lift fuhr man die letzen 10m bis an die Oberfläche.

Einer der SULZER Generatoren im Kraftwerk Simserhof. Jeder der 4 einzelnen Generatoren hatte eine Leistung von 174kW.

Der Weg in die Freiheit, einer der Notausstiege, durch den die Besatzung notfalls ins Freie kam.

Giftspritze - Eine der 47mm Kanonen zur Sicherung des Eingangsbereiches.